Kurse mit Herz, Gespür und Verstand

Vom Sinn und Unsinn der Therapie

Ein Seminar über Wunde, Geburt und die Ethik souveräner Begleitung




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Hintergrund

Viele therapeutische Ansätze halten Menschen – oft unbewusst – in einem Zustand der Vorgeburtlichkeit: der Idee, noch nicht bereit für das Leben zu sein. „Erst muss ich heilen – dann kann ich leben.“
Daraus entsteht eine Kultur des Aufschubs, der Reparatur und der Suche nach idealen Gefühlen.
Doch Heilung folgt keiner Reparaturlogik, sondern der Geburtslogik: ein Prozess mit Stadien, Krisenzonen und einem natürlichen Drang nach vorne.
Dieses Seminar macht sichtbar, wie therapeutische Haltungen die Geburt verzögern – und wie Begleitung gelingt, wenn wir den Menschen als bereits geboren ansprechen.

Inhalte

Wir erforschen die Dynamiken vorgeburtlicher Zustände: das Feststecken in perinatalen Mustern, die Rückkehrsehnsucht in ozeanische Zustände, die Verschiebung des Lebensbeginns in die Zukunft und die Projektion von Heilserwartungen auf Methoden oder Therapeut:innen.
Diese Muster werden nicht pathologisiert, sondern als Entwicklungslandschaften verstanden, die man lesen und begleiten kann – ohne selbst hineingezogen zu werden.

Die Aufgabe der Begleitung besteht nicht darin, zu „retten“ oder in symbiotische Räume zurückzugehen, sondern den Außenraum zu repräsentieren: Klarheit, Erwachsenenkontakt, Prozessverständnis.
Wie in realen Geburten geht es darum zu wissen, wann man nicht eingreifen sollte.
Zu viel Intervention verschleppt, zu wenig Zuhören verhindert, dass Inhalte landen.
Souveränität entsteht aus Hingabe an den Prozess, nicht aus Aktionismus.

Teilnehmende gewinnen einen neuen Horizont für ihre Arbeit:

  • Abstand von der Messias- oder Reparaturrolle
  • mehr Ruhe, Autonomie und Präsenz
  • ein tiefes Verständnis von Wunde, Krise und Symptomen als Signalen eines übergeordneten Prozesses
  • die Fähigkeit, vorgeburtliche Muster zu halten, ohne sie zu stabilisieren

Daten

Umfang

16 Unterrichtseinheiten


Voraussetzungen

Für dieses Seminar sind keine Vorkenntnisse erforderlich.

Das Seminar richtet sich an Therapeut:innen, Coaches und Interessierte, die Heilung jenseits von Defizit, Zukunftsversprechen und Idealzuständen verstehen möchten – und Begleitung als das, was sie im Kern ist: ein reifer, ethisch klarer Beitrag zum Geborensein eines Menschen.


Mitzubringen

Schreibunterlagen, Trinkflasche, Hausschuhe


Termine & Anmeldung


Vom Sinn und Unsinn der Therapie

17. März 2026 - 18. März 2026
Di 09.00 - 17.00 Uhr
Mi. 09.00 - 16.00 Uhr


350,00 €



Leitung

Walter-Kirchhoff Gwendolin

Autorin, Philosophin und Kundalini-Yoga-Lehrerin





Unterkunft

Informationen gibt es hier.


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Aktueller Kurs: Vom Sinn und Unsinn der Therapie 350,00 
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